Raubt mich bitte aus – die Gefahren ortsgebundener Services

Immer mehr soziale Netzwerke verfügen über sogenannte „location based services“. So kann man bei Twitter und Buzz zum Beispiel Nachrichten in die Welt schicken, die automatisch mit dem aktuellen Ort verbunden werden.

Dienste wie Google Latitude oder Foursquare bauen komplett auf die Lokalisierung. Ich hatte auf meinem Blog auch schon auf diverse Dienste hingewiesen.

Aber auch die Nachrichten selbst, die man über die sogenannten Status Updates bei Twitter, Facebook,  Buzz und Co. versendet enthalten oft Informationen zum Aufenthalt des Absenders.

So erfährt man zum Beispiel, dass jemand mit dem Zug gerade auf dem Weg zur Arbeit ist oder dass man sich gerade auf den Weg in den Urlaub befindet.

Viele Nutzer dieser Services machen sich meist keine Gedanken über die möglichen Gefahren, die damit verbunden sind (siehe auch Facebook und Twitter User laden Einbrecher ein).

Nun gibt es auch eine neue Internetseite, die auf diesen Umstand hinweisen möchte. Auf der Seite „Please Rob Me“ kann man recht einfach nach ortsbezogenen Tweets suchen.

pleaserobme (Quelle: Screenshot)

pleaserobme (Quelle: Screenshot)

Auch wenn die Macher der Seite darauf hinweisen, dass sie mit ihrer Seite eine gewisse Aufklärung betreiben wollen, hat dies einen schalen Beigeschmack.

Denn gerade mit dieser Seite ermöglichen sie es, sehr einfach an so interessante Infos wie „fahre gerade von zu Hause los“ zu kommen. Interessant für üble Gesellen, die nur unser Bestes wollen, nämlich unsere Wertgegenstände zu Hause.

Der Dienst von PleaseRobMe ist auch über Twitter erreichbar. Jeder der über Twitter ortsbezogene Infos versendet hat, müsste bald eine Nachricht von PleaseRobMe bekommen. Schaut man sich die Twitterseite von PleasRobMe an, dann sieht man die ganzen Warnungen, die an die User gesendet werden.

Eigentlich hätte doch genau diese Twitterfunktion ausgereicht, entsprechende Twitter Nutzer auf die Gefahr der ortsbezogenen Infos hinzuweisen. Eine Suchmaschine wäre doch nicht nötig gewesen.

Andererseits sollte man die Angst vor dieser potentiellen Gefahr auch nicht zu sehr schüren. Ob sich Einbrecher tatsächlich dieser Medien bedienen, dürfte fraglich sein. Wobei es natürlich schon möglich ist, im Netz ein „Profil“ für lukrative „Einnahmequellen“ zu ermitteln.

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2 comments

  1. Twitteraccount ist schon deaktiviert: „due to strange activity.“

  2. Gedanken Blogger

    War auch kein Wunder. Möchte nicht wissen, wie viel Twitter User lokale Infos zwitschern.

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