Panono – 360 Grad Panoramabilder mit einem Wurf

Vor ein paar Tagen wurde auf der Crowd-Funding Plattform Indiegogo wieder mal ein interessante Projekt platziert. Panono ist eine Panorama-Kamera, mit der 360 Grad Bilder durch Hochwerfen des Kameraballs erstellt werden.

Bereits während des Studiums hat der Firmengründer Jonas Pfeil die Idee für eine Kamera entwickelt, mit der Panoramabilder direkt erstellt werden und nicht erst am PC zusammen geführt werden müssen. Zusammen mit den Co-Gründern Björn Bollensdorf und Qian Qin wird die Kamera nun im Rahmen eines Crowd-Funding Projekts angeboten.

Panono Prototyp im Wurf

Die Kampagne wurde am 12. November gestartet und endet am 04. Januar 2014. Innerhalb dieses Zeitraums sollen 900.000$ gesammelt werden, damit die Produktion von Panono gestartet werden kann. Ein durchaus ehrgeiziges Ziel, aber so wie es aussieht, könnte es klappen. Aktuell wurden bereits 235.000$ eingesammelt. Das günstige Angebot für die Early Bird Edition ist schon fast ausverkauft. Von den 600 Kameras, die leider erste ab September 2014 ausgeliefert werden, wurden bereits 405 verkauft.

Schauen wir uns nun aber diesen interessanten Kameraball einmal etwas genauer an. Die Entwicklung des Prototyps sowie der Software für die Erstellung der Panoramabilder läuft schon seit 2011. Der aktuelle Prototyp ist noch etwas groß, aber 36 Kameras in einer Kugelform zu platzieren ist sicherlich auch nicht so einfach. Die geplante Panono Größe ist deutlich handlicher und soll zudem so stabil sein, dass ein Sturz auf den Boden gut überstanden wird.

Prototyp der Panorama Kamera

Das ist auch sinnvoll, denn man kann wohl nicht davon ausgehen, dass der Kameraball wirklich immer aufgefangen wird. Die eingebauten 36 Kameras bzw. 36 Bildsensoren haben eine Auflösung von 2 Mega-Pixel und lösen alle gleichzeitig aus. So entsteht ein Panoramabild mit 72 Mega-Pixel.

Ein Foto kann durch verschiedene Aktionen erstellt werden. Die interessanteste Variante ist das Hochwerfen der Kamera. Hierbei ermittelt die eingebaute Technik, wann der Kameraball den Scheitelpunkt erreicht hat. Sobald die Kamera feststellt, dass sie wieder nach unten fällt, werden alle 36 Bildsensoren zeitgleich ausgelöst. Eine weitere Variante besteht darin, die Kamera auf ein Stativstab zu befestigen und hoch zu heben. Schließlich kann man auch ein Foto erstellen, wenn man den Kameraball in der Hand hält und den Auslöser drückt.

Geöffneter Prototyp der Panono Panorama Kamera

Das erstellte Panoramabild kann man sich dann direkt mit der entsprechenden App auf seinem Smartphone ansehen. Die Apps für Android und iOS kann man bereits in den entsprechenden Stores bekommen und sich ein paar Beispielbilder ansehen. Zum Service gehört auch ein Clouddienst, in dem die Fotos gespeichert werden können. Hierüber lassen sich diese auch auf Webseiten darstellen oder in die sozialen Netzwerke teilen. Eine Integration mit der Google Panorama Darstellung von Fotos – ähnlich der Streetview Funktion – ist auch angedacht.

Ich habe mir auch direkt eine Panono Kamera bestellt und hoffe natürlich, dass das Projekt erfolgreich ist. Auf der Indiegogo Projektseite für Panono findet ihr weitere Infos sowie ein paar Beispielbilder. Oberhalb dieses Abschnitts seht ihr ein Beispiel im Webviewer, mit dem man die Bilder auf Internetseiten einbinden kann.

Quelle aller Bilder und des Videos: Pressematerial von der Seite jonaspfeil.de

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