Erste Erfahrungen mit unserer Photovoltaik-Anlage

Seit knapp einer Woche ist nun unsere Photovoltaikanlage fertig gestellt und versorgt uns mit Sonnenenergie. Vom Bau der Anlage bis zur Auswechslung des Zählers ging es dann doch recht schnell. Ursprünglich hieß es, dass gerade der Zählerwechsel eine ganze Weile dauern kann. Dies war dann aber zum Glück nicht der Fall.

Nun wird regelmäßig auf die Portalseite unseres Sunny Home Managers geschaut, welcher Energie denn nun tatsächlich erzeugt wird ;-). Der November ist natürlich nicht wirklich der beste Monat für den Start einer PV-Anlage aber wir sind erstaunt, wieviel Strom tatsächlich auch bei recht schlechtem Wetter erzeugt wird.

Kenndaten unserer PV-Anlage

Wie ich bereits in meinem Planungsartikel berichtet hatte, haben wir nicht zwingend die optimale Lage für unsere PV-Anlage. Unser Dach ist nahezu komplett Richtung Ost/West ausgerichtet. Zusätzlich gibt es auf der Ostseite dann noch einige Bäume und Sträucher, die für einige Schatten sorgen. Glücklicherweise hat unser direkter Nachbar seine riesigen Tannen gefällt. Ohne es zu Wissen hat er uns damit einen riesigen Gefallen getan und gleichzeitig einige Verschattung entfernt.

Auf Grund der Lage haben wir uns dazu entschieden, die Ostseite des Dachs nur mit 10 Modulen in zwei Reihen zu bestücken. Auf der Westseite haben wir 19 Module untergebracht. Wir haben uns für die etwas teureren LG Module in der Ausführung „Ne2ON black“ entschieden. Mit 345 Wp haben wir dann eine Leistung von 9,86 kWp installiert.

Als Wechselrichter ist ein SMA Sunny Tripower im Einsatz. Zusätzlich haben wir den Home Manager 2.0 installiert, der dann demnächst auch dafür sorgen soll, dass die Wallbox von SMA möglichst optimal mit Sonnenenergie betrieben werden kann.

Die Prognose für die Erzeugung des Sonnenstroms liegt bei etwa 7.400 kWh. Ich werde wahrscheinlich regelmäßig berichten, wie gut diese Prognose in der Realität tatsächlich getroffen wird.

Screenshot der Prognoseansicht vom Sunny Portal

Verbrauchersteuerung mittels SMA Home Manager 2.0

Der SMA Home Manager 2.0 besteht im Prinzip aus zwei Geräten, die in der Version 2.0 nun vereint wurden. Ein Energiezähler misst die fließenden Ströme und kann damit anzeigen, wieviel Energie vom Wechselrichter kommt, im Haus verbraucht wird und was ins Netz eingespeist wird.

Zusätzlich bekommt man mit dem Home Manager ein intelligentes Steuergerät, welches diverse Geräte, unter Berücksichtigung einer Prognoseberechnung, schalten kann. Hierzu wird u.a. auf Wetterdaten aus dem Internet zugegriffen.

Integration von EEBus kompatiblen Geräten in den Sunny Home Manager

Wenn man jetzt beispielsweise eine Waschmaschine, einen Trockner oder eine Spülmaschine besitzt, die mittels EEBus bzw. Home Connect angebunden werden kann, dann können diese Geräte direkt mit dem SMA Homemanager verbunden werden. Über solche Geräte verfügen wir bisher nicht. Auch wenn irgendwann ein Wechsel unserer recht alten Geräte ansteht, wird es wahrscheinlich keines dieser Geräte werden, da sie doch erheblich teurer sind.

Fritz!DECT sowie Edimax Steckdosen in Sunny Home Manager integrieren

Zum Glück kann man mit dem Sunny Home Manager auch schaltbare Steckdosen von AVM und Edimax einbinden. Damit lässt sich dann entweder nur der Stromverbrauch dieser Geräte ermitteln oder über die Prognosesteuerung des Home Managers eine intelligente Schaltung umsetzen.

Da ich bereits einige Fritz!DECT Steckdosen in meiner FHEM-Haussteuerung eingebunden hatte, konnte ich diese nun auch für den Sunny Home Manager nutzen und habe aktuell die Waschmaschine und meine selbst gebaute Ladevorrichtung für unser Elektroauto eingebunden.

Glücklicherweise läuft unsere Waschmaschine weiter, wenn sie einmal vom Strom getrennt wurde. Denn nur so lässt sich auch eine Steuerung über eine schaltbare Steckdose umsetzen. Man startet die Waschmaschine und stellt dann im HomeManager die Waschmaschine auf Automatik. Über die entsprechenden Einstellungen von Verbrauchsdaten und diverser Zeitfenster schaltet der Home Manager die Maschine dann ein, wenn am ausreichend Sonnenenergie zur Verfügung steht. Natürlich kann man auch angeben, bis wann die Waschmaschine fertig sein soll, falls auch mal nicht genug Sonne da ist.

Screenshot der PV-Darstellung von meiner FHEM Haussteuerung

Integration der PV-Anlage in unsere FHEM-Haussteuerung

Natürlich muss die PV-Anlage auch in unsere Haussteuerung eingebunden werden. Einerseits sollte die Informationen zum aktuellen Verbrauch, der Einspeisung sowie der erzeugten Energie dargestellt werden.

Weiterhin war geplant, eine kleine Ladesteuerung unseres Elektroautos in der Haussteuerung zu programmieren, damit dieses mit möglichst viel Sonnenenergie geladen werden kann. Zukünftig soll dies auch mit den Funktionen des Sunny Home Managers in Verbindung mit der Wallbox von SMA, dem SMA EV Charger 22, erfolgen. Da dieser aktuell noch nicht lieferbar ist, habe ich mir selbst eine kleine Ladestation mit dem sogenannten ICCB-Ladegerät – auch Ladeknochen oder Notladegerät genannt – gebaut.

Für die Einbindung des Sunny Portals, über welches die Daten der PV-Anlage dargestellt werden, gibt es in FHEM bereits vorgefertigte Module, mit denen auch eine sehr schöne Prognosegrafik dargestellt werden kann.

Wie ich die einzelnen Dinge umgesetzt habe und wie insbesondere meine Ladesteuerung für das E-Auto funktioniert, werde ich demnächst noch etwas ausführlicher erläutern.

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