Joojoo – eine weitere iPad Alternative?

Bei golem.de bin  ich gerade über einen Artikel über deen Tablet-PC Joojoo gestolpert. Obwohl ich mich in letzter Zeit immer wieder über Touch- bzw. Tablet-PCs informiert hatte, ist mir Joojoo bislang noch nicht aufgefallen.

Ursprünglich war Joojoo wohl unter dem Namen Crunchpad bekannt. Die mögliche iPad Alternative soll ab 12. Mai für ca. 430,-€ auch in Europa bestellbar sein.

Die technischen Daten sehen zum Teil ganz ordentlich aus, zeigen aber bereits die Ausrichtung des PCs. Das Gerät ist mit einem 1,6 Ghz Atom-Prozessor bestückt und als Betriebssystem wird Linux eingesetzt. Der Arbeitsspeicher umfasst 1GB der durch einen 4GB großen kleinen Flashspeicher ergänzt wird.

Der Touchscreen hat eine Auflösung von 1366×768 Pixel und ist 12,1 Zoll groß. Das Gerät wiegt 1,1kg. Eine Kamera sowie  ein Beschleunigungs- und Lichtsensor sind eingebaut und als Schnittstellen kann man Kopfhörer und ein Mikro anschließen. Die Verbindung zum Internet wird via WLAN aufgebaut. SIM-Karten sind nicht vorgesehen.

Nachdem ich mir die Homepage von Joojoo angesehen habe, frage ich mich allerdings, ob für diesen Touch-PC tatsächlich ein Markt vorhanden ist. Etwas platt ausgedrückt könnte man Joojoo auch als „Hardware-Browser“ bezeichnen.

Ziel des Gerätes scheint es ausschließlich zu sein, den Zugriff auf das Internet zu gewähren. So wird zum Beispiel erwähnt, dass man keine eigenen Apps anbieten muss, da es im Internet alles gibt, was man wirklich benötigt.

Zum Teil ist das sicherlich richtig. Cloud Computing, die Verfügbarkeit von Anwendungen wie Google Docs oder nun auch Microsofts Office Online Version, Facebook, Twitter, GMail, Browser Spiele, YouTube usw. bieten bereits zahlreiche Funktionen, die über das Netz bedient werden können.

Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass man sich alleine für das Surfen im Internet ein solches Gerät kaufen würde. Wie sieht es mit eBooks aus oder den ganzen netten Apps, die es zum Beispiel für das iPad gibt?

Da hilft es mir auch nicht, wenn das Gerät innerhalb von 9 Sekunden startklar ist. Natürlich ist es schön, wenn die Bedienung sich auf Internetanwendungen beschränkt und damit vielleicht auch für Anwender leichter nutzbar ist. Vorteilhaft ist sicher auch, dass man keine Applikationen installieren muss und damit eine Fehlerquelle reduziert.

Aber für 430,-€ wäre mir ein „Hardwarebrowser“ dann doch etwas zu teuer. Vielleicht bin ich selbst aber noch nicht so eng mit dem Internet verbunden und kann mir deshalb nur schwer vorstellen, dass diese Umgebung ausreicht für einen entsprechenden PC.

Jedenfalls scheint es demnächst immer mehr Alternativen zum iPad zu geben. Wobei dass Joojoo meiner Einschätzung nach nicht wirklich einem Vergleich Stand hält.

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