Die Tücken der Technik

Heute habe ich den ganzen Tag in München verbracht und der Neuvorstellung von Oracle’s Fusion Middleware Produkten gelauscht.

Geflogen bin ich German Wings. Als ich gestern Abend noch den Web-Checkin durchführen wollte, habe ich das erste Mal gesehen, dass German Wings nun auch einen Mobile Check-In anbietet. Bisher kannte ich das nur von Air Berlin.

Solche Neuerungen teste ich  natürlich gerne. Also habe ich die entsprechende Seite in meinem Handy aufgerufen. Der Check-In Vorgang funktionierte Problemlos. Zum Abschluss musste ich dann noch angeben, wie ich die  elektronische Bordkarte zugesendet bekommen möchte.

Zur Wahl stand SMS und Mail. Ich habe mich für die SMS entschieden und wenige Augenblicke später meldete mein Handy den Empfang. In der SMS wurde mir ein Link zu der Seite mit dem entsprechenden Code gesendet.

Inn diesem Augenblick wurde ich etwas stutzig und überlegte, was eigentlich passiert, wenn ich im Moment des Boarding keine Internetverbindung habe. Ist die Seite vielleicht noch im Speicher ?

Da ich mit meinem Handy eher selten im Internet surfe, fehlte mir die Erfahrung. Und was macht man in einer solchen Situation? Man druckt sich die Seite nochmal aus. Toll, hätte ich gleich den Web Check-In gemacht, hätte ich das gleiche Ergebnis erzielt.

Nun gut, eh ich im Flughafen stehe und evtl. nicht mit dem Flieger mitkomme, sichere ich mich lieber nochmal ab. Das einscannen des Codes hat dann aber ohne weitere Probleme funktioniert. Ist schon cool, wenn man sich mittlerweile auch schon von den vielen Web Check-In Passagieren „abheben“ kann 😉 . Einfach nur das Handy gezückt und über den Scanner gehalten.

Auf dem Rückflug habe ich dann das volle Risiko gewählt. Es ging ja auch nicht anders, da ich ja keinen Drucker zu Verfügung hatte. Diesmal hatte ich mich aber für die Mailbenachrichtigung entschieden. Mein Mitarbeiter, der dies auf Grund meines Hinweis auch ausprobiert hatte, teilte mir mit, dass in diesem Fall ein Gif-Bild mitgesendet wird.

Damit wäre dann auch das Problem eines fehlenden Internetzugriffs gelöst.  Allerdings nur, wenn man das Bild auch  öffnen kann. Leider ist mir dies mit meinem Handy irgendwie nicht gelungen. Es hat seit dem Installation der neuesten Black Berry Software sowieso einen „Knacks“.

Ein kleiner Risikoschutz ist mir dann doch noch eingefallen. Da ich neben meinem Firmenhandy auch noch mein privates Handy dabei hatte, habe ich mir einfach die Mail weitergeleitet. Auf dem privaten Handy konnte ich auch ohne Probleme das Bild laden und abspeichern.

Am Flughafen zeigte sich dann, dass diese Maßnahme durchaus sinnvoll war. Auf einmal meinte mein Handy, dass es nicht mehr genug Strom hat. Dabei hatte ich es gestern nochmal geladen und eigentlich nicht so viel genutzt.

Auch das wäre mal eine interessante Erfahrung gewesen, wie ich in den Flieger gekommen wäre, wenn mein Handy den Geist aufgegeben hätte. In diesem Fall hat man wahrscheinlich nur die Chance, mit dem Personalausweis nachzuweisen, dass man auf der Check-In Liste stehen müsste.

In München, scheinen sie mit der Technik auch noch nicht so vertraut zu sein. Wir wurden nach unseren Namen gefragt und diese hat man sich nochmal notiert. In Köln brauchte ich nur mein Handy mit dem Code zeigen.

Nun gut, ich bin wieder in Köln angekommen. Auch  wenn wir auf Grund des Wetters in München eine Stunde Verspätung hatten.

Auf jeden Fall haben die Erfahrungen des heutigen Tages dazu geführt, dass ich mich vielleicht nochmal nach alternativen Lademöglichkeiten umschaue oder mein Ladegerät demnächst mit mir führe. Irgendwo hatte ich neulich gesehen, dass es wohl ein Armband gibt, welches mit den Temperaturunterschieden arbeitet und ein Handy ein wenig mit Strom versorgen kann.

Ach ja, ich durfte auch noch ein weiteres kleines Technik- bzw. Handhabungsproblem  miterleben. Ein Sitznachbar im Flughafen wurde auf seinem iPhone angerufen. Er wollte einen Termin zum Essen vorschlagen und meinte zu seinem Gesprächspartner „einen Moment – ich schau mal im Kalender nach“.

Dazu nahm er sein Handy vom Ohr und seine Finger fuhren einige Male über das Display. Dann hatte er nach einigen Augenblicken scheinbar gefunden, was er suchte. In der Bewegung, das Handy wieder zum Ohr zu führen, klickte er nochmals auf dem Handy herum und meinte nur „hmm“.

Das Gespräch schien weg zu sein. Ein Rückruf ist ihm scheinbar auch nicht gelungen. Vielleicht hatte der Anrufer seine Nummer nicht angezeigt. Der Anrufer hatte aber auch nicht mehr zurück gerufen. Wahrscheinlich hat es ihm zu lange gedauert.

In diesem Moment dachte ich nur, dass ich ja mit dem Gedanken spiele, ein Android Handy in meinen Besitz zu bringen. Ich hoffe nicht, dass das dazu führt, Telefongespräche nicht mehr in Ruhe führen zu können. Die Technik sollte man schon beherrschen 😉 .

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