Chrome Web Store – Ein erster Test

Seit Anfang Dezember steht der neue Chrome Web Store zur Verfügung. Ach wenn es ein paar Meldungen gab, dass er zunächst nur für USA verfügbar ist, kann man auch von uns aus auf den Store zugreifen.

Der Web Store soll Webapplikationen zur Verfügung stellen, die Entwickler als kostenfreie oder bezahlte Apps einstellen können. Gedacht ist der Store sicherlich in erster Linie auch für das kommende Betriebssystem Chrome OS. Schließlich soll das System demnächst nur noch mit Diensten aus der Cloud arbeiten. Also quasi vollständig im Netz agieren. Wichtig sind dann natürlich möglichst viele Applikationen, die im Netz zur Verfügung stehen.

Schaut man sich den Web Store von Google an, so stellt man direkt fest, dass hier nicht nur Apps angeboten werden, sondern auch Extensions und Themes für den Google Chrome Browser zu finden sind.

Chrome Web Store

Bei den Apps findet man im Moment allerdings in erster Linie irgendwelche Links zu Angeboten von Webseiten. Echte Apps, die mit HTML5 und Javascript realisiert wurden, sind scheinbar noch sehr rar. Dafür ist fast das gesamte Angebot auch noch kostenfrei zu bekommen.

Zahlreiche „Apps“ würden auch mit einem anderen Browser funktionieren. Besucht man den Store z.B. mit dem Firefox so kann man versuchen, über den Link zu den Entwicklerseiten, auf die „normale“ Seite zu gelangen.

Einige Apps sind aber bereits so in Chrome integriert, dass sich tatsächlich die Installation von Chrome lohnt, wenn man diesen Browser noch nicht nutzt. Installierte Apps sind dann quasi als „Lesezeichen“ verfügbar und können direkt gestartet werden.

Chrome Web Store - TweetDeck

Eines von den integrierten Apps ist z.B. TweetDeck. Hier ist es mir noch nicht gelungen, die Browservariante außerhalb von Chrome zu nutzen. Sehr nett ist auch eine Golf-App, die mittels Flash realisiert wurde. Diese App läuft auch auf anderen Browsern.

Man sieht dem Web App Store von Google im Moment noch an, dass er sich aktuell noch in den berühmten „Kinderschuhen“ befindet. Meiner Meinung nach könnte die Darstellung noch etwas übersichtlicher sein.

Für die Nutzung kostenpflichtiger Apps muss man sich registrieren. Ähnlich wie beim Android Market kann man dann eine gekaufte App innerhalb von 30 Minuten nach Kauf zurück geben. Für einen ausführlichen Test einer App finde ich den Zeitrahmen allerdings ein wenig kurz. Da es im Android Market diesbezüglich aktuell zahlreiche Beschwerden gibt, wird man die Zeit vielleicht demnächst etwas verlängern.

Chrome Web Store - Installierte Apps

Das Angebot wird demnächst wahrscheinlich noch deutlich wachsen. Ich finde den Store im Moment als Info-Quelle eigentlich ganz interessant. Damit bekommt man einen guten Überblick über aktuelle Webapplikationen. Darüber hinaus kann man sich die Bewertungen anderer Benutzer ansehen und so entscheiden, ob ein interessantes Programm dabei ist.

So habe ich zum Beispiel auch die nette App “Planetarium” gefunden. Die Anwendung läuft zum Beispiel auch auf anderen Browsern und ist nicht speziell für Chrome gedacht.

Ich bin mal gespannt, wie sich der Store demnächst entwickeln wird und welche Art Apps dort ihren Einzug finden werden. Auch beim Chrome OS dürfte es darauf ankommen, wie das Angebot an Apps ist, wenn es sich einigermaßen durchsetzen möchte.

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