Hausverloser wegen Betrugs verurteilt

Nun ist es endlich amtlich. Der Hausverloser, der in der Münchener Umgebung sein Haus verlosen wollte, ist wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren auf Bewährung verurteilt worden.

Wie schon mehrfach berichtet sollte das Haus zunächst in einem Glücksspiel verlost werden. Als dem Veranstalter dies gerichtlich untersagt wurde, hat er die Verlosung in ein „Geschicklichkeitsspiel“ umgewandelt.

Schon von Beginn an hat der Veranstalter meiner Meinung nach die Verlosung nicht sehr professionell aufgezogen. Ständig wurden Regeln geändert, keine Informationen veröffentlicht und ausreichend Teilnehmer sind nie zustande gekommen.

Etwa 18.000 Teilnehmer scheinen sich an der Verlosung beteiligt zu haben. Da einige Teilnehmer zur Chancenerhöhung mehrmals die 19,-€ Teilnahmegebühr bezahlt haben, hat der Veranstalter in Summe ca. 405.000€ eingenommen. Leider konnten die Ermittler von diesen 405.000,-€ nur noch 50.000,-€ ! sicher stellen.

Dieser Umstand lässt mich mittlerweile von meiner Meinung abkommen, dass der Veranstalter keinen Teilnehmer betrügen wollte. Ein seriöser Veranstalter hätte zwar wohl auch seine Unkosten (Rechtsanwaltskosten, Internet, …) davon beglichen, aber Kosten in Höhe von 350.000,-€ können wohl kaum entstanden sein. Da war das viele Geld auf dem Konto scheinbar zu verlockend.

Sollte das Urteil rechtskräftig werden, besteht also nur die Möglichkeit, wieder an sein Geld zu kommen, wenn der Veranstalter sein Haus regulär verkauft. Dieser scheint aber immer noch nicht aufgeben zu wollen und ist immer noch der Meinung, dass man ihn ungerecht behandelt. Wie auf seiner Internetseite „winyourhome“ zu lesen ist, wird er wahrscheinlich Rechtsmittel einlegen und versuchen das Urteil anzufechten.

Da Frage ich mich allerdings, wie er an die fehlenden Teilnehmer kommen will. Wer wird sich denn in Zukunft noch an dieser Verlosung beteiligen? Meiner Meinung nach sollte er seine Energie nun in den regulären Verkauf seines Haus stecken (welches nun mit einer Arresthypothek belegt ist) und die Teilnahmegebühren an die Spieler zurück zahlen. Irgendwann muss man sich eine Niederlage auch eingestehen!

Weitere Infos sind hier zu finden:

Merkur Online

Abendzeitung

Focus Online

T-Online

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2 comments

  1. wer in münchen seine immobilie nicht verkaufen kann, der lügt, oder der will zu viel! das schreibe ich schon seit 02-2009. viele teilnehmer wollten mal schnell für 19 euro eine immobilie. ein solches verhalten wird nicht belohnt, oder….

  2. Manche Menschen sind doch ziemlich beratungsresistent.

    Die aktuelle Rechtssprechung ist nun mal so, dass in Deutschland von privat keine Verlosung durchgeführt werden darf.

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