Stromsparen mit WLAN-Stecker

Auf der Consumer Electronics Show (ECS) in USA wurden wieder einige interessante Produkte vorgestellt. Die Firma Tenrehte hat einen Stromstecker – PicoWatt – mit integriertem WLAN vorgestellt.

Mit diesem Stecker soll man den Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte per WLAN messen können. Verbrauchsdaten können so auf einem PC oder auch einem iPhone gesammelt und dargestellt werden.

Der Stecker lässt sich auch per „Fernsteuerung“ ein- und ausschalten. So könnte man zum Beispiel die Waschmaschine in Zeiten einschalten, in denen der Strom günstiger ist.

Der Stecker soll demnächst aber nur in den USA zu einem Preis von ca. 80,-$ angeboten werden. Eigentlich eine gute Idee. Mit dem Gerät könnte man seinen Stromverbrauch auch ohne einen Smart Meter eines Energiekonzerns kontrollieren.

Ich frage mich nur, wie viel Strom man denn einsparen müsste, bis sich die Kosten der Geräte wieder amortisieren. Mit einem einzigen Gerät kann man noch kein intelligentes Stromnetz realisieren. Ich denke, dass man mindestens 5 bis 10 Geräte benötigt.

Weiterhin stellt sich die Frage, wie viel Strom denn die Steckermodule benötigen. Eine WLAN-Verbindung braucht sicherlich auch ein wenig Strom. Schaut man sich die aktuellen Geräte an, ist zu hoffen, dass es noch kleinere Varianten geben wird. Diese Klötze würde ich mir nur ungern in die Wohnung stellen wollen.

Da warte ich doch lieber, bis die Stromkonzerne die Smart Meter zu günstigen Konditionen anbieten. Ab diesem Jahr müssen ja Neubauten bereits damit ausgestattet werden. Wer schon einen Smart Meter Zähler einbauen möchte, kann dies bei seinem Stromanbieter beantragen. Die Geräte sollen etwa 150,-€ Kosten. (siehe auch meinen Artikel zu „Stromsparen mit Google„)

Sinn macht ein Einbau aber erst wirklich ab dem nächsten Jahr. Denn dann werden die Stromanbieter variable Stromtarife anbieten. Dann kostet der Strom Nachts vielleicht etwas weniger als tagsüber. Stromintensive Geräte kann man dann in günstigen Tarifzeiten laufen lassen und gleichzeitig kontrollieren, was einem das gebracht hat.

Hier noch ein Video von der CES zu dem WLAN Stromstecker:

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3 comments

  1. Smart Meter werden sich nicht wirklich durchsetzen! Wer kann denn als Mieter nachts um 2 seine Waschmaschine starten? Die Nachbarn werden sich freuen.. Welche geräuscharmen Großverbraucher gibt es denn noch, die nachts laufen könnten?

    Ja, richtig.. 🙂

  2. Da ist tatsächlich etwas dran. Trotzdem wird es demnächst immer mehr entsprechende Geräte geben. Soweit ich informiert bin, müssen die entsprechenden Zähler bereits heute in Neubauten installiert werden. Der Einwand, dass wahrscheinlich nicht sehr viele Haushalte in der Lage sind, ihre Geräte nachts laufen zu lassen, ist allerdings sehr berechtigt und dürfte zukünftig immer mehr ein Problem werden.

  3. Ich benutze seit 5 Monaten ein SmartMeter und bin von dem Prinzip wirklich überzeugt. Ich konnte meinen Stromverbrauch seitdem genau analysieren und spare jetzt wirklich erheblich im Verbrauch! Das ferngesteuerte ein- und ausschalten ist hierbei auch ein nützliches Feature. Trotzdem glaube ich nicht, dass dieses Technologie für jedermann geeignet ist. Man muss sich ja doch ein bisschen auseinandersetzen mit der Materie, das liegt vermutlich nicht jedem. Für Leute denen der Aufwand nichts ausmacht, ist der Kauf absolut zu empfehlen!

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